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Ertrinken

Ertrinken,
Badetod:

Ersticken durch das Einströmen von Wasser in die Lunge. Ein Sonderfall ist das sog. trockene Ertrinken, bei dem es durch einen Krampf der Kehlkopfmuskulatur zum Sauerstoffmangel des Körpers und dadurch zu einem Atem- und Kreislaufstillstand kommt. Überlebt der Betroffene einen Ertrinkungsunfall um mehr als 24 Std., spricht man von Beinahe-Ertrinken.

Ursache: In Süßwasser führt das Einströmen des Wassers in den Lungenkreislauf zu Blutverdünnung und Zerfall der roten Blutkörperchen mit der Gefahr des Kreislaufstillstands durch Herzrhythmusstörungen. Meerwasser entzieht dem Blut aufgrund des Salzgehaltes Flüssigkeit, die sich in den Lungen ansammelt (Lungenödem) und mit der Eindickung des Blutes Ursache für den lebensbedrohlichen Sauerstoffmangel ist.

Befund: Der Betroffene ist bewusstlos. Häufig finden sich eine bläuliche Hautfarbe (Zyanose) und weißlicher bis blutiger Schaum vor Mund und Nase. Es besteht keine selbstständige Atmung mehr, der Puls ist nicht fühlbar. Durch den Sauerstoffmangel können schwere Schäden an den inneren Organen entstehen; besonders empfindlich reagieren Gehirn, Lunge und Niere.

Behandlung: Es muss sofort erste Hilfe geleistet werden. Versuche, zunächst durch Lagerung Wasser aus den Lungen zu entfernen, sollten unterbleiben, da sie nur die Zeitspanne des Sauerstoffmangels verlängern. Wichtig ist es, den Betroffenen vor weiterer Unterkühlung zu schützen, z. B. mit Decken oder Wärmeschutzfolien. Weitere Maßnahmen zur Erhaltung oder Wiederherstellung von Atmung und Kreislauf durch Medikamente oder evtl. auch maschinelle Beatmung müssen unter Intensivüberwachung im Krankenhaus erfolgen.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010

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